Boxenruhe – in oder out?

ABSOLUTE RUHE VS. KONTROLLIERTE BEWEGUNG: EINE DEFINITION


ABSOLUTE BOXENRUHE

Das Pferd bleibt den Großteil des Tages in der Box, kaum Bewegung, ggf. mit Futterpausen.

KONTROLLIERTE BEWEGUNG

Spaziergänge auf dem Paddock, Schrittübungen, Bewegung in der Führanlage oder gezieltes Longieren.


Akute Verletzungen: Frakturen, frische Sehnen- oder Bänderverletzungen
Frische OP-Wunden: Schutz der Nähte, saubere Heilung
Postoperative Phasen: Nach orthopädischen Eingriffen wie Karpal- oder Sprunggelenksoperationen
Schmerzhafte Erkrankungen: Akute Hufrehe, starke Gelenksentzündungen
Blutungen/offene Wunden/Narbenheilungsstörungen: je nach Lage an den Gliedmaßen z.B. ist Boxenruhe sinnvoll
Infektiöse Erkrankungen / Ansteckungsgefahr: Hoch ansteckende Krankheiten wie Druse (Streptococcus equi) oder andere bakterielle/virale Infektionen
Akute Vergiftungen / Toxikosen: Eichenvergiftung, Herbstzeitlose, Schimmelpilze, Ruhe, Tierarzt, ggf. Magenspülung/Detoxifikation
Darmverdrehung/schwere Kolik mit Kreislaufproblemen: Bewegung nur unter Tierarztkontrolle, sonst absolute Ruhe
Akute Hitzschläge / Sonnenstich bei Pferden: Ruhige Box, Kühlung, Wasserzufuhr, Beobachtung → Boxenruhe schützt Kreislauf
Akute Septikämie / Blutvergiftung nach Hornverletzung: Tierarzt, medikamentöse Therapie → Bewegung zu früh gefährlich
Akute Augenverletzungen / Hornhautverletzungen: Lichtschutz, Tierarzt → keine freie Bewegung, Verletzungsrisiko hoch

Chronische Sehnen- oder Muskelprobleme: Schonende Bewegung unterstützt die Regeneration
Rehabilitation nach Operationen: Schrittweise Mobilisation beugt Steifigkeit vor
Vorbeugung von Muskelatrophie: Kontrollierte Bewegung hält Gelenke geschmeidig und fördert die Heilung
Schmerzen + Blutergüsse nach Tritt, Beiß- oder Stoßverletzungen: Lymphe + Regeneration durch Bewegung anregen, nur, wenn sich Schmerz nicht in starker Lahmheit zeigt.
Akute Atemwegserkrankungen / Asthma / Bronchitis: Leichte Bewegung in frischer, staubarmer Umgebung, wenn Tier dies toleriert
Leichte Kolik/Aufgasung/Verstopfung: Schrittbewegung → Darmmotilität fördern, Kreislauf unterstützen
Alters- oder chronische Erkrankungen (Arthrose, alte Sehnenverletzungen): Bewegung, gezielte Physiotherapie, Muskelaufbau
Stoffwechselprobleme oder Erkrankungen des Stoffwechsels: EMS – Equines Metabolisches Syndrom, Insulinresistenz / Hyperinsulinämie, Cushing / PPID (Pituitary Pars Intermedia Dysfunction), PSSM (Polysaccharid-Speicher-Myopathie), Hypothyreose / Schilddrüsenunterfunktion

offene Wunden
noch nicht sauber verschlossene Narben
Frakturen, Knochenbrüche
Lymphstau/Schwellungen: Wenn keine Herz-/Kreislaufprobleme vorliegen, kann eine sanfte Lymphdrainage oder Lasertherapie Druck aus dem Gewebe nehmen und Schmerzen lindern
Gelenksteifigkeit/Knorpeldurchsaftung: Wenn Belasten der Beine gut möglich ist, kann die sanfte manuell geführte passive Mobilisation unterstützen, Gelenke und Gewebe in ihrer Mobilität zu erhalten, sowie Knorpelschäden vorbeugen – da das Durchbewegen die Synovia im Gelenk besser verteilt, welche wiederum den Knorpel ernährt
Muskelverspannungen/Hartspann: Muskelentspannung, sanfte teilweise Lösung bei extremen Verspannungen mittels Massagen, um Hartspann vorzubeugen und die Kompensationsmuskulatur entsprechend zu unterstützen. Feine Griffe im Bereich Kopf, Kiefer, Hals und ISG können zudem ein Wohlgefühl und Wohlbefinden auslösen und somit zur mentalen Gesundheit – gerade bei wenig Ausgleich in Boxenruhe – beitragen
Gewebeheilung/Immunsystem/Zellaktivierung: Der Laser kann durch unterschiedliche Lichtfrequenzen gezielt verschiedene Gewebstypen und deren Selbstheilung ansprechen, ohne unnötige Wärme, Nadeln, Schmerzen zu erzeugen. Während und nach der Anwendung kann es durch die Anregung der Zellen zu körpereigens verusachter Wärme im Gewebe kommen, was die Heilung zusätzlich anregen kann.

Muskelabbau und Steifigkeit
Kreislaufprobleme durch Bewegungsmangel
Psychische Belastung: Langeweile, Stress, unerwünschtes Verhalten
Verzögerte Heilung: Gelenke und Muskeln verlieren Elastizität

Individuell prüfen: Verletzungsart, Alter, Fitness und Temperament des Pferdes berücksichtigen
Kombination Tierarzt + Physiotherapie: Optimal, um Heilung zu fördern und Risiken zu minimieren
Kontrollierte Bewegung bevorzugen, wenn es die Verletzung zulässt


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