Stoffwechsel – was Du wissen musst!

GRUNDLAGEN, PROZESSE UND BEDEUTUNG BEI HUND, PFERD UND MENSCH



KATABOLISMUS

Abbauprozesse, bei denen komplexe Moleküle (wie Nahrungsbestandteile) in einfachere Verbindungen zerlegt werden, wobei Energie freigesetzt wird.

ANABOLISMUS

Aufbauprozesse, bei denen aus einfacheren Stoffen komplexe Moleküle (wie Proteine, Lipide, Nukleinsäuren) synthetisiert werden, wofür Energie benötigt wird.


HORMONELLE REGULATION

 Hormone wie Insulin, Glukagon, Thyroxin, Cortisol und viele andere sind entscheidend bei der Steuerung des Stoffwechsels, sie regulieren z. B. die Blutzuckerwerte, den Fettstoffwechsel und den Energieverbrauch.

ZELLULÄRE FUNKTIONEN

Stoffwechselprozesse steuern die Funktion aller Zelltypen, von Nervenzellen bis hin zu Muskel- und Hautzellen. Ebenso wie welche Zelle wann was und wozu macht. Zellteilung und Neuaufbau. Gewebereparatur und Regeneration.

IMMUNABWEHR

Der Stoffwechsel bestimmt auch wie effektiv das Immunsystem bei der Abwehr von Krankheitserregern arbeitet. Ferner zählen dazu auch eine überschießende Immunantwort, wie Allergien, Sensitivitäten, Unverträglichkeiten.

HOMÖOSTASE

Der Erhalt eines stabilen inneren Milieus, z. B. pH-Wert, Elektrolytkonzentrationen und Flüssigkeitshaushalt, ist ein integraler Bestandteil. Sowie ausreichende Energie- und Nährstoffversorgung und Einspeicherung dieser in Notdepots.


GLYKOLYSE

Ein zentraler kataboler Stoffwechselprozess, Abbau von Glukose zu Pyruvat, bei dem ATP (Energie z.B. für Muskelarbeit) gewonnen wird.

CITRATZYKLUS (KREBSZYKLUS)

Verarbeitung von Pyruvat sowie Fettsäuren und Aminosäuren in Mitochondrien, um ATP, Wasserstoffatome und CO2 zu generieren. Der Citratzyklus ist ein essenzieller Teil des Energiestoffwechsels, der nicht nur zur Energieproduktion beiträgt, sondern auch die verschiedenen Stoffwechselwege miteinander verbindet. Er ist ein kreisläufiger Prozess, der eine wichtige Rolle in der Zellatmung spielt und die Grundlage für die ATP-Synthese bildet.

OXIDATIVE PHOSPHORLIERUNG

Produktion von großem ATP-Molekülen durch die Atmungskette in den Mitochondrien.


GLYKOGENABBAU: Freisetzung von Glukose bei Bedarf
LIPOLYSE: Abbau von Fettdepots in Fettsäuren und Glycerin
PROTEOLYSE: Abbau von Proteinen in Aminosäuren, z.B. bei Notfällen oder Mangel
GLYKOGENSYNTHESE: Speicherung von Glukose in Form von Glykogen in Leber und Muskeln
LIPOGENESE: Bildung von Lipiden aus Fettsäuren und Glycerin, z.B. zur Speicherung von Energie
PROTEINSYNTHESE: Aufbau von Proteinen aus Aminosäuren, essentiell für Gewebereparatur, Enzymbildung, Hormonproduktion

LEBERFUNKTION

Verarbeitung und Ausscheidung von Stoffwechselprodukten, z. B. Harnstoff, Bilirubin, Medikamente. Die Leberfunktion ist die enorm wichtig für den Organismus, da sie schädliche Substanzen in weniger gefährliche Verbindungen umwandelt, die dann aus dem Körper ausgeschieden werden können.

OXIDATIVE PROZESSE ÜBER DIE LUNGE

Entfernung schädlicher reaktiver Sauerstoffspezies (ROS), indem sie CO2 und andere Gase über Ausatmung aus dem Körper entfernt.

NIERENFUNKTION

Sie filtern das Blut und entfernen SchadstoffeUrin sowie Abfallprodukte wie Kreatinin und Harnstoff. Eine funktionierende Nierenarbeit ist grundlegend für die Ausscheidung der bei allen Stoffwechselprozessen entstehenden Abfallstoffe.


AMINOSÄUREN, LIPIDE UND KOHLENHYDRATE werden in ähnlichen Grundmechanismen verarbeitet.
HORMONELLE STEUERUNG durch Insulin, Glukagon, Schilddrüsenhormone etc. folgt gleichen Grundprinzipien.
GLYKOLYSE, KREBSZYKLUS UND OXIDATIVE PHOSPHORYLIERUNG finden in Mitochondrien alles Säugetiere statt

Leber

LEBER

Die Leber ist das zentrale Entgiftungs- und Stoffwechselorgan. Sie verarbeitet Giftstoffe, baut Abfallprodukte ab (z.B. Harnstoff), speichert Nährstoffe und ist an der Synthese verschiedener Substanzen beteiligt. Bei Tieren und Menschen ist die Leber unerlässlich für die Regulation des Fett-, Kohlenhydrat- und Proteinstoffwechsels. Zudem unterstützt sie hormonelle Vorgänge und speichert fett-lösliche Vitamine (A, E, D, K – häufig auch mehr, als dem Körper noch gut tut)

Lunge

LUNGE

Die Lunge ist das zentrale Organ für die Gewinnung von Sauerstoff aus der Atemluft. Darüber hinaus gibt sie Stoffwechselendprodukte, Schadstoffe und CO² wieder an die Luft ab. Die Lunge trägt somit entscheidend zur Atemgasregulation und Entgiftung bei.

Niere und Nebenniere

NIEREN

Die Nieren sind vor allem für die Filtration des Blutes zuständig. Sie entfernen schädliche Abfallstoffe, regulieren den Flüssigkeitshaushalt und den Elektrolythaushalt. Zudem sind sie entscheidend für die Ausscheidung von Stoffwechselprodukten wie Kreatinin und Harnstoff. Ohne eine funktionierende Nierenfunktion können Stoffwechselgifte nicht ausgeschieden werden, was zu gefährlichen Vergiftungen führt.

Niere und Nebenniere

NEBEN-NIEREN

Die Nebennieren sind an der Produktion von Hormonen beteiligt, welche den Natrium-Kalium-Haushalt, den Sexualzyklus und den Nährstoffwechsel steuern und ermöglichen.

Schilddrüse

SCHILDDRÜSE

Die Schilddrüse steuert den Grundumsatz des Körpers durch die Produktion von Thyroxin. Sie beeinflusst den Energieverbrauch und die Wärmeproduktion (Wärmeregulation) sowie das Körper-Wachstum und die Hormonregulation. Außerdem nimmt sie Einfluss auf den Salz-Wasser-Haushalt.

Schilddrüse

NEBENSCHILDDRÜSEN

Die Nebenschilddrüsen setzen Hormone frei, die die Calciumregulation im Körper steuern, was für die Muskel- und Nierenfunktion sowie die Knochengesundheit entscheidend ist.

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DARM

Der Darm ist das wichtigste Organ für die Aufnahme und den ersten Schritt der Verarbeitung der Nährstoffe. Er sorgt für die Verdauung der Nahrung, die Absorption von Vitaminen, Mineralstoffen und Makronährstoffen und bildet somit die Basis für die Energie- und Nährstoffgewinnung.

Bauchspeicheldrüse, Pankreas

PANKREAS [BAUCHSPEICHELDRÜSE]

Das Pankreas produziert wichtige Hormone wie Insulin und Glukagon, die den Blutzuckerspiegel regulieren. Zudem ist sie für die Produktion von Verdauungsenzymen verantwortlich, welche die Nährstoffverarbeitung im Darm unterstützen.

Herz

HERZ

Das Herz ist ein Muskulaturorgan, das für den Blutkreislauf sorgt. Es braucht die Stoffwechselprozesse im Körper und ist selbst für diese unerlässlich, um die Versorgung aller Organe mit Sauerstoff und Nährstoffen zu gewährleisten.

Muskel

MUSKEL

Die Muskeln benötigen bei körperlicher Aktivität große Mengen an Energie aus Kohlenhydraten und Fetten. Dadurch sind sie „Verstoffwechsler“ und ebenfalls Stoffwechsel-Organ. Muskeln können ihre Energieversorgung je nach Bedarf anpassen, sei es durch direkte Nutzung gespeicherter Glykogene oder durch Fettstoffwechsel. Sie spielen eine Schlüsselrolle bei Bewegung, Wärmeproduktion (über Muskelzittern) und bei der Speicherung von Glukose.



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