THERAPIE ALS PROZESS: GEMEINSAMER NENNER DIE ZELLE
Therapie für Tiere gibt es nicht erst seit gestern. Dennoch ist sie vielen Menschen noch immer nicht bekannt. Was für den ein oder anderen zunächst etwas hart klingen mag: Mal ganz unter uns – reduziert auf unsere Biologie sind wir Menschen auch Säugetiere, die ebenfalls „nur“ aus Zellgewebe bestehen – welches dann sowohl Knochen, Muskulatur, Gefäße, Organe usw. formen kann.
PHYSIOLOGISCHE KOMPENSATION & IMMUNABWEHR BEI PROBLEMEN
Lassen wir mal außen vor, woher die Zelle nun weiß, was ihre Aufgabe ist. Fakt ist, dass unsere Zellen in den allermeisten Fällen ihren Job richtig gut machen. Wenn der Fall eintritt, das sie ihren Dienst nicht mehr so erledigen können, gehen sie meist von selbst in den Tod – sterben ab, machen Platz für neue Zellen. Die Mediziner nennen es Apoptose – eine Art programmierter Zelltod. Alles in unserem Körper, von der Entwicklung und Veränderung des Körpers im Wachstum, über das Immunsystem bis hin zur Regenerationsfähigkeit und dem Muskelaufbau sind durch die Fähigkeit des Körpers bedingt, Zellen zu produzieren, abzubauen, abzustoßen oder wiederzuverwerten.
Funktioniert etwas im Gewebe nicht wie in physiologischem Maße nötig ist, kommt es zu einem Ungleichgewicht. Dabei ist der Körper niemals unser Feind oder mutwillig bösartig, er reagiert immer so, wie er meint. Ziel: Schlimmeres verhindern zu können für das Ganze nicht für den Einzelnen. Schmerzen sollen uns auf ein Problem aufmerksam machen. Muskelverspannungen kompensieren z.B. Probleme durch Fehlhaltungen, Fehlbelastung oder Überlastung, Muskelhartspann macht den Muskel kräftiger, Adrenalin hilft uns im Stress nicht zusammenzuklappen. Selbst Entzündungsprozesse sind Zeichen einer arbeitenden Immunabwehr…
THERAPIE FÜR GESTÖRTE PROZESSE & KRANKE ZELLEN
Leider ist es jedoch so, dass die Kompensationsprozesse des Körpers, welche sich auf den Bewegungsapparat beziehen, meistens zu Einschränkungen in Beweglichkeit & Haltung sowie zu Schmerzen in Bewegung führen. Und auch wenn es in akuten Fällen sinnvoll sein kann, Bewegungen + Belastungen zu vermeiden, verliert der Körper über lange Sicht nicht nur Muskulatur sondern auch Bewegungsfähigkeiten. Er wird steif und ungelenk.
Genau hier setzt Therapie an und kann durch frühe Mobilisation gezielt zum Erhalt von Muskulatur und Bewegungsfähigkeiten und zum Zurückgewinnen der ursprünglichen physiologischen Bewegungs-/Belastungs- und Leistungsfähigkeiten beitragen. Dabei ist das höchste Ziel jeder Therapie den ursprünglichen Zustand des physiologischen Gleichgewichts im Körper wiederherzustellen.

Obwohl es mittlerweile viel Wissen, Forschung, Medizin & Alternativmedizin gibt, sind viele chronisch-fortschreitende Prozesse/Leiden, nach wie vor nicht zur Genesung in den Ursprungszustand zurück therapierbar. Auch der Alterungsprozess an sich, lässt sich bisher weder völlig stoppen noch umkehren. In diesen Fällen richtet sich der Fokus auf Schmerzlinderung, bestmögliche Verlangsamung des Voranschreitens und den Erhalt von Bewegungsfähigkeit und Muskelkraft.
THERAPIE ALS PROZESS: BEGLEITUNG STATT WUNDERHEILUNG
So oder so, unabhängig der für die Behandlung relevanten vorliegenden Problematik/Erkrankung ist Therapie immer ein Prozess. Das bedeutet: Mit einem Termin ist es in den allermeisten Fällen nicht getan – im TV mag es manche „Wunderheiler“ und „Genesungs-Helden“ geben, aber von jetzt auf gleich – mit einem Fingerschnips – heilt sich im Bewegungsapparat nichts.
Beispiel: Ein ausgekugeltes Gelenk wird zwar in einer Behandlung repositioniert, aber der Körper wird danach nicht schmerzfrei sein und es wird einige Zeit dauern, bis die umliegenden Gewebestrukturen bis zur vollen Belastungsfähigkeit regenerieren. Ist der Schmerz tatsächlich mit der Justierung weg, kommt meist innerhalb der nächsten 24h eine erneute Schmerzhaftigkeit, wie eine Art Muskelkater. Denn nun müssen sich im Körper einige Zellen und Gewebe an die Veränderung anpassen. Manchmal kommt es auch zu einem Zurückrutschen, welches meist dadurch bedingt ist, das verkürzte Muskelpartien die knöchernen Strukturen wieder in die ursprüngliche Fehlposition ziehen – besonders bei lange bestehenden Schieflagen.
![IMG-20240625-WA0015[1] Physio-Check-Up](https://www.tierda.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG-20240625-WA00151-1024x768.jpg)
Therapieren heißt auch, Mensch oder Tier bei eben diesen Prozessen zu begleiten und bestmöglich zu unterstützen. Schmerzen abzumildern, Kompensationsproblemen durch Überbelastung vorzubeugen, Ursachen zu beheben und den Genesungsprozess zu überwachen. Die Dauer der Therapie ist dabei so individuell wie das zu behandelnde Problem und das zu behandelnde Tier.
THERAPIEZIEL & HINTERGRUND
In der Therapie, Medizin und Heilkunde gehen wir davon aus, dass es für verschiedenste Probleme auch viele verschiedene hilfreiche Mittel gibt, die den Körper unterstützen und eine Heilung gezielt fördern können. Die Wirksamkeit wird dabei auf kleinster Zellebene verstanden. Regeneration, Heilung und Therapie funktioniert von innen nach außen, in der kleinsten Einheit im Körper, den Zellen.
Vor diesem Verständnis lässt sich auch erklären, warum Therapien + Anwendungen so extrem unterschiedlich sind und immer neue Möglichkeiten zur Therapie gefunden/erfunden werden. Es geht im Prinzip darum, ein Mittel – ob Wärme, Kälte, Pflanze, Licht, Elektrizität, Schwingung, Molekül – zu finden, welches die Zellen/das Gewebe dahingehend stimuliert, zum ursprünglichen physiologischen Zustand zurückzufinden.
THERAPEUTEN & INDIVIDUALITÄT VON THERAPIE
Therapiearten und Therapeuten gibt es viele, einige vertreten nur eine einzelne Variante, andere kombinieren mehrere Therapien und Anwendungen miteinander. Es ist jedoch so, das Lebewesen und ihre Zellen unterschiedlich auf verschiedene Gegebenheiten reagieren, sodass eine spezielle Anwendung bei einem Tier besonders hilfreich sein kann, während sie bei einem anderen Tier wenig bis kaum Erfolg zeigen kann.
![IMG-20240611-WA0007[1] Lasertherapie Hund](https://www.tierda.de/wp-content/uploads/2024/06/IMG-20240611-WA00071-1024x576.jpg)
Nicht zuletzt variiert Therapie und ihr Erfolg nicht nur je nach vorgestellten Patienten, seiner Ansprache auf die Anwendungen sondern auch mit dem behandelnden Therapeuten. Dieser muss eben jene für das Tier passende Therapiearten und Anwendungen individuell korrekt auswählen und durchführen können. Das macht es so schwer, einen passenden Therapeuten zu finden und erklärt, weshalb Tiertherapeuten viel mehr in eine Zusammenarbeit gehen sollten.
So wie ein Mensch nicht mit jedem Mensch kann, kann auch nicht jedes Tier mit demselben Therapeuten. Obwohl die Traumvorstellung und der große Wunsch eines jeden Therapeuten wohl ist, für jedes kranke Tier eine perfekt passende Lösung parat zu haben, die dann tatsächlich auch perfekt funktioniert. Aber es gibt nunmal tierische Patienten, deren Genesung eine Kombination mehrerer verschiedener Therapeuten, Therapiearten und Anwendungen erfordern kann.
PHYSIOTHERAPIE, CHIROPRAKTIK, OSTEOPATHIE
Mit den Therapeuten variieren auch die Therapien und Anwendungen. Unter Therapie werden dabei Physiotherapie, Chiropraktik, Osteopathie verstanden – welche übrigens alle manuelle Therapien sind. Manuelle Therapie selbst ist keine eigene Sparte, sie kann von der Wortbedeutung her alles sein, was mit den Händen durchgeführt wird. Die Unterschiede der verschiedenen Therapiearten sind gar nicht so schnell erklärt, daher erläutere ich sie in einem einem eigenen Blogbeitrag, den ich Dir im Play-Button verlinke.
PHYSIKALISCHE ANWENDUNGEN & HILFSMITTEL
Die meisten Therapeuten bedienen sich einer Reihe verschiedener physikalischer Anwendungen und Geräte wie
Aber auch Anwendungen und Hilfsmittel, welche gezielte Punkte/Stellen im Gewebe oder Sinneszellen ansprechen:
PFLANZLICHE ANWENDUNGEN/ EXTRAKTE
Ebenfalls werden Pflanzliche Präparate wie Kräuter, Nahrungsergänzung oder Extrakte zum Einnehmen oder Auftragen empfohlen u.a.
AUF DEN PUNKT:
ZU GUTER LETZT & FÜR DIE ZUKUNFT
Es werden in Zukunft sicherlich immer mehr Therapie-Ansätze und Anwendungsideen entstehen, einige auf fundamentalen Erkenntnissen, andere aufgrund wirtschaftlich geschätzten Potentials. Wichtig ist, zu unterscheiden, welche Art von Therapeuten und Verkäufern man vor sich hat und ob der neue Ansatz tatsächlich „neu“ oder „wiederaufgelegt“ wurde.
Fakt ist, nicht jeder der gut therapieren kann, kann sich selbst auch gut verkaufen, ebenso wie nicht jeder der sich gut verkaufen kann, auch wirklich gut therapieren wird. Und jede noch so tolle Therapie oder Anwendung muss erstmal beherrscht werden, es kann nicht jeder alles perfekt können – wer das beherzigt, lässt weg, was er/sie nicht kann. Nicht zuletzt, muss unser tierischer Patient auch Sympathie und Vertrauen zum Therapeuten und zu den Anwendung/en haben, um eine ehrliche Chance auf Besserung und Heilung zu haben.
Einen Überblick über meine Leistungen und Anwendungen im Rahmen der Therapie findest Du hier:
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